Kurzfassung: Zwei Bauanträge, ein gemischtes Ergebnis: Eine Aufstockung im Überschwemmungsgebiet wurde genehmigt, ein Vorbescheid für drei Doppelhäuser in Allmannshausen nur in Teilen. Ein Antrag aus der Bürgerversammlung zur aktiven Unterstützung der Bürger beim Heizungsumbau wurde mit deutlicher Mehrheit abgelehnt. Dazu die Vergabe der Schülerbeförderung für die kommenden Jahre.
Zwei Bauanträge, zwei sehr unterschiedliche Verläufe
- Unterer Lößbach 79, Höhenrain (Aufstockung eines Bestandsgebäudes samt Ersatzbau der Garage, Außenbereich, größtenteils im vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebiet): Einvernehmen einstimmig erteilt (20:0). Die Wandhöhe wächst von rund 3,50 m auf 4,50 m, die Firsthöhe von rund 5,80 m auf 6,80 m. Für das Vorhaben lag bereits ein gültiger Vorbescheid vor; die zusätzliche Wohnfläche bleibt laut Verwaltung unter dem für Erweiterungen im Außenbereich als angemessen geltenden Richtwert.
- Primelweg 3, Allmannshausen (Vorbescheid für drei Doppelhäuser mit sechs Wohneinheiten im Bebauungsplangebiet Nr. 92 „Südöstliches Allmannshausen“): differenziertes Ergebnis. Die grundsätzliche Wohnnutzung mit sechs Einheiten wurde für zulässig erklärt (19:1) – die konkret geplante Aufteilung in drei Doppelhäuser dagegen nicht (19:1), ebenso wenig die hilfsweise beantragte Befreiung dafür (19:1). Ich hatte hier im Sinne der Idee von günstigem Wohnraum für die Befreiung gestimmt, war aber allein auf weiter Flur. Der Hauptgrundfür die Ablehnung: Der Bebauungsplan lässt auf diesen Grundstücken nur Einzelhäuser zu, und die vorgeschlagene Grundstücksgrenze hätte aus den geplanten Baukörpern baurechtlich Doppelhäuser gemacht, die wieder je zwei Wohneinheiten ausweisen könnten – im Extremfall wären das also zwölf Wohneinheiten. Das war den Kollegen angesichts der Platzverhältnisse am Primelweg wohl zuviel. Im Ergebnis bekommt der Bauherr also grünes Licht für drei Einzelhäuser mit maximal sechs Wohneinheiten auf dem Grundstück.
Bürgerantrag zur Heizungswende: Gemeinderat lehnt ab
Aus der Bürgerversammlung vom 23.04.2026 lag ein Antrag von Susanne Polewsky (Allmannshausen) vor: Die Gemeinde solle angesichts der eigenen kommunalen Wärmeplanungsziele (bis 2045 rund 90 % der Haushalte auf Wärmepumpen) proaktiv Informations- und Aufklärungsmaßnahmen für die Bürger zum Heizungsumbau anbieten – etwa in Kooperation mit Energieberatern oder Organisationen wie „Klima hoch 3″. Der Gemeinderat lehnte den Antrag mit 6:14 Stimmen ab. Hier waren viele GR-Mitglieder der Meinung, dass dies nicht Aufgabe der Gemeinde sei, da es ausreichend Informationsmöglichkeiten gäbe. Das sehe ich eigentlich genauso, allerdings wäre die Kooperation mit „Klima hoch 3“ für die Gemeinde kostenlos gewesen, daher habe ich für diesen (erfolglosen) Antrag gestimmt.
Vergabe Schülerbeförderung
Die Schülerbeförderung für die Oskar-Maria-Graf-Grundschule Aufkirchen wird ab dem Schuljahr 2026/2027 an die Starnberger Autoreisen GmbH vergeben – einstimmig (21:0).
Kurz notiert
- Das gemeldete Fahrzeug mit auslaufenden Betriebsstoffen auf dem Grundstück des Verbands Wohnen wurde entfernt, der Grundstückseigentümer informiert.
- Eine Anfrage von mir: Klärung, bis wann die Bayernwerke die Restarbeiten der Kabelverlegung im Mitterfeldweg abschließen – hier waren im Winter in großer Eile Leitungen bis an das Transformatorhaus im Bachfeld gelegt worden. Seidem stehen dicke rot-weiße Absperrbaken un das Gebäude, aber nichts weiter passiert.
- Die Niederschrift der vorangegangenen Sitzung (16.06.2026) wurde genehmigt (19:0).
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